Aus aktuellem Anlass möchten wir auf die neue EU-Datenschutz-Grundverordnung hinweisen, die seit dem 25.05.2016 in Kraft ist. Vorweg sei gesagt, dass die besagte Grundverordnung erst ab dem 25.05.2018 anwendbar ist und viele Regelungen bereits auf nationaler Ebene (zumindest in Deutschland)  Standard sind.

Worum geht es konkret?

Die wichtigsten Punkte:

  • Bürger haben das Recht auf „vergessen werden“. Dies betrifft also z.B. Suchergebnisse bei Google etc.
  • Unternehmen müssen die sog. Datenübertragbarkeit gewährleisten. Ein denkbares Szenario wäre hier der Transfer von einem z.B. Amazon-Konto zu Zalando.
  • Zukünftig soll geregelt werden ab welchem Alter es Kindern erlaubt ist sich ohne die Zustimmung der Eltern bei Webseiten anmelden zu dürfen.
  • Die Möglichkeit sich bei der zuständigen Datenschutzbehörde einfach und unkompliziert über z.B. Webseiten oder Shops zu beschweren.
  • Das Marktortprinzip soll für Unternehmen gelten. Das bedeutet das z.B. US-amerikanische Unternehmen, die in Deutschland ihre Produkte/ Leistungen anbieten, sich auch an EU-Recht halten müssen. Es kann sich also nicht auf die Geografische-Lage des Firmensitzes berufen werden.
  • Erhöhung der Strafen für Verstöße. Unternehmen können zu Strafen in Höhe von bis zu 4% des Jahresumsatzes verurteilt werden.

Wer noch etwas genauer in die Verordnung schauen möchte: Link zur Verordnung